Heiko

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Heiko, Jahrgang 1974, schwul, positiv seit 2007 

Mein positives Testergebnis hat mich zunächst gehörig aus der Bahn geworfen. Begleitung und Unterstützung bekam ich durch Gesundheitsamt, mir nahestehenden Menschen und später in der Schwerpunktpraxis. Mit HIV gab es zuvor zwar Berührungspunkte im Freundeskreis, meine eigene Diagnose erwischte mich trotzdem unvorbereitet und tiefgreifend. Gefühle von Trauer, Angst und Widerstand - aber auch das Bewusstsein, großes Glück zu haben, in einer Zeit zu leben, in der HIV kein Todesurteil mehr bedeutete. Ich fühlte mich sowohl mit all jenen verbunden, die mein Schicksal teilten, als auch mit Schmerz und Schrecken, der damit in Verbindung steht. Anfangs blieb ich unter ärztlicher Aufsicht ohne Therapie - heute würde ich das anders machen und direkt mit der ART beginnen. Im Austausch mit anderen Menschen und durch Rückhalt meines Partners überwand ich viele Befürchtungen, schloss mit der Situation zunehmend Frieden und ja, es bleibt ein fortlaufender Prozess! Seit über 11 Jahren bin ich nun unter der Nachweisgrenze, mein Partner ist HIV-negativ. Auf meinem Weg habe ich unterschiedliche Behandlungen ausprobiert, bis ich die für mich passende gefunden habe. Außerdem habe ich mir bewusst Zeit genommen, um an persönlichen Themen zu arbeiten, dabei viel Halt in zwischenmenschlichen Beziehungen und der Philosophie des Yoga gefunden. All das hat mich wachsen lassen und tiefer im Leben verwurzelt. Ich freue mich auf Begegnungen und ehrliche Gespräche. Vielleicht können wir gemeinsam dazu beitragen, dass es leichter wird, sich mit HIV zu zeigen und offen damit umzugehen. Meine Erfahrungen damit waren ausgesprochen positiv!

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