Christoph

Bild Buddy Christoph

Hey und hallo!
Christoph - seit 2004 HIVpositiv - grüßt!

Ja, was soll ich groß von mir schreiben?
Was könnte dich von mir interessieren?

1977 im Rand-Ruhrgebiet geboren lebe ich seit 2000 mittlerweile in Berlin. Von der Profession bin ich Diplom-Pädagoge, vom Gefühl noch Kind. Ich interessiere mich für Essen, Filme / Kino, Serien, Musicals, die Werwölfe von Düsterwald und vieles mehr. Ich verbringe gerne Zeit mit Freunden und liebe meinen Mann. (Seit 2018 verheiratet, vorher seit 2015 verpartnert.)

Seit einigen Jahren engagiere ich mich im BereichHIV und Aids. Angefangen habe ich mit Workshops auf den Bundesweiten Positiventreffen in der Akademie Waldschlösschen und der Positiven Begegnung. Für den DÖAK 2017 (Deutsch-Östereichischen AIDS-Kongress) habe ich im Community-Board gesessen. Im gleichen Jahr haben Freunden, Mitstreiter*innen und ich den Verein pro plus berlin e.V. gegründet. Wir setzen uns gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV ein. Wir wollen die Bilder von Menschen und dem Leben mit HIV der aktuellen Realität anpassen und somit Ängste, Schubladen und Vorurteile abbauen. Seit August 2018 bin ich auch in der Community-Vertretung der DAH (Deutschen AIDS-Hilfe e.V.), den PositHIVen Gesichtern vertreten.

Mich selbst definiere ich als schwulen Mann, denke aber nicht in strengen Klischee-Kategorien. Ich entdecke mich immer wieder neu und versuche einfach Ich zu sein - getreu nach Glora Gaynor: „I am what I am“!
Ich bin gläubiger und praktizierender Christ und singe im Gottesdienst nicht nur im Gemeindechor, sondern spiele auch die Orgel.

2004 habe ich mein positives Testergebnis bekommen. Das Ergebnis selbst hat mich nicht überrascht - ich wusste ja, wie ich gelebt habe. Und ich habe wahrlich mein Leben gelebt. Somit habe ich es ganz gefasst aufgenommen. Meine Familie und engen Freunde, nachdem ich ihnen nach der Blutabgabe schon gesagt habe, dass sie sich auf das „Schlimmste“ einstellen sollen, habe ich dann sofort informiert. Natürlich habe ich mich insbesondere bei meiner Mutter auf das Telefonat vorbereitet. Ich habe mir ganz genau überlegt, was ich ihr erzählen will - ich kann ganz normal weiterleben, es gibt Medikamente, ich kann mein Studium beenden und werde irgendwann alt sterben. Aber dann, als wir telefonierten, da brachen dann doch meine Emotionen aus mir raus. Denn auch wenn ich mich auf das Testergebnis eingestellt und ja damit gerechnet habe, es zu wissen ging dann doch nicht an mir vorbei. Aber dann, was hörte ich von meiner Mutter? Genau die Dinge, die ich ihr eigentlich sagen wollte… Von Anfang an hatte ich die Unterstützung meiner Familie. Und gerade in Zeiten, in denen es mir dann doch nicht gut ging, hat mir dies sehr geholfen.
Denn nicht immer ging alles gut, nicht immer war alles „positiv“. Auch ich musste Erfahrungen machen, die nicht so schön waren. Aber trotz allem - ich lebe und all diese Erfahrungen haben mich zu dem gemacht was ich heute bin: ein stolzer HIVpositiver Mann!

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Region

Berlin